Geschichte der Chly Linde

Im Herbst 1994 gründete Marianne Bürgin die therapeutische Wohngemeinschaft Chly Linde, nachdem sie zwei Jahre lang Klientinnen vom Jugendgericht Burgdorf als Kriseninterventionsplatz in ihrer Familie aufgenommen hatte. Unbefriedigt mit den Resultaten der Kurzzeitaufenthalte entwickelte sie ein Langzeitkonzept, welches noch heute Gültigkeit in der sozial-therapeutischen Arbeit hat. Mit dem unerschütterlichen Glauben an die Entwicklungsfähigkeit der jungen Frauen war es ihr ein Anliegen einen Ort der Geborgenheit zu schaffen, an dem junge Frauen mit höchst unterschiedlichen Hintergründen und Problemen eine Möglichkeit finden, ihre Probleme anzugehen und neue Lösungen zu entwickeln. Marianne Bürgins beruflicher Werdegang als Bereiterin und Pferdewartin, Tanz- und Bewegungstherapeutin mit analytischem Hintergrund nach Jung, ist so vielseitig und kreativ wie sie selbst. Ebenfalls absolvierte sie die 4 jährige Ausbildung in systemischer Therapie und Beratung und erlangte einen Mastertitel in social services and healthcare Management. Das Projekt "Chly Linde" wurde damals mit drei Klientinnen gestartet. Schon bald waren es vier Klientinnen und seit längerem werden sechs bis sieben junge Frauen in der Chly Linde betreut. Im Jahre 2002 wurde die Institution durch die SQS QUATHEDA zertifiziert. Seither finden jährliche Audits und alle drei Jahre eine Rezertifizierung statt. Im Jahre 2003 konnte ein Leistungsvertrag mit dem Kanton Bern abgeschlossen werden. Das Herzstück der Chly Linde sind die Pferde und die Arbeit mit den Pferden. Ebenfalls ist die Teamarbeit in der Chly Linde von grosser Bedeutung. Die Chly Linde hat sich im Laufe der Zeit auf suchtspezifische Krankheiten, wie auch auf Borderline und andere psychische Störungen spezialisiert. Frauen die fast überall den Rahmen sprengten, konnten in der Chly Linde Fuss fassen, sich entwickeln und beruflich wieder in die Gesellschaft reintegriert werden.